Erweiterung Windpark Höhlerberg: Letzter Standortvertrag unterzeichnet

Die Windenergieanlagen am Helgenwald in der Gemeinde Fernwald haben eine wichtige Hürde genommen. Der Pachtvertrag über den letzten Standort der Windenergieanlagen wurde im Gemeinderat von Fernwald behandelt, geprüft und einstimmig akzeptiert. Damit kann sich das Projekt weiterhin planmäßig entwickeln und in die nächsten Phasen eintreten.

Technische Eckdaten

Die vier Anlagen des Typs N175 haben eine Gesamthöhe von 179 Metern und eine Leistung von 27 MW. Die Gemeinde Fernwald ist als Eigentümerin der Flächen direkt an diesem Projekt beteiligt. Neben der Versorgung von 14.000 Vier-Personen Haushalten in der Region mit grünem Strom, stehen ihr auch die Pachteinnahmen zur Verfügung.
„Mit der Unterzeichnung des Pachtvertrags setzen wir ein klares Zeichen für die nachhaltige Entwicklung unserer Gemeinde. Die Erweiterung des Windparks stärkt die regionale Wertschöpfung und ermöglicht es Fernwald, aktiv und langfristig zur Energiewende beizutragen – sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch. Wenn Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im direkten Umfeld unserer Gemeinde entstehen, ist es aus unserer Sicht nur folgerichtig, dass Fernwald hiervon auch konkret profitiert. Wir wollen diese Entwicklung nicht nur passiv begleiten, sondern aktiv mitgestalten”, so Bürgermeister Rosenke.

„Die Erweiterung des Windparks bringt nicht nur einen klaren Mehrwert für Fernwald, sondern stärkt auch die regionale Energieinfrastruktur langfristig. Projekte wie dieses zeigen, dass kommunales Engagement und unternehmerische Investitionen Hand in Hand gehen und gemeinsam einen wirksamen Beitrag zur Energiewende leisten“, bestätigt Nicolas Christoph, Bereichsleiter Windkraft, Solar, Hydro & Business Development, Koehler Renewable Energy.

Einordnung des Projekts

Die in Fernwald entstehenden vier Windenergieanlagen sind eine Erweiterung des sich bereits im Bau befindlichen Windparks Höhlerberg. Die Windenergiepark Höhlerberg GmbH & Co. KG, die sowohl den Windpark am Höhlerberg als auch die Erweiterungsfläche am Helgenwald entwickelt und betreiben wird, ist eine gemeinsame Gründung von Qair und Koehler Renewable Energy. Beide Unternehmen verfolgen eine langfristige Strategie und entwickeln neben diesem Projekt noch weitere Ansätze in der Region, wie beispielsweise den Solarpark Steinbach. So wächst das Gebiet Schritt für Schritt zu einem zentralen Standort für erneuerbare Energie in der Region heran, begleitet von umfassenden Natur- und Artenschutzausgleichsmaßnahmen.

„Mit der Erweiterung des Projekts Höhlerberg entwickeln wir ein zukunftsweisendes Vorhaben in der Region weiter. Damit unterstreichen wir unser gemeinsames Engagement in Hessen und unsere kontinuierliche Präsenz vor Ort. Zugleich stärken wir die regionale Wertschöpfung und schaffen langfristige Partnerschaften und verlässliche Perspektiven für die Kommune und Grundstückseigentümer. Gleichzeitig bekräftigen wir unseren Einsatz für die Energiewende in ganz Deutschland – schrittweise und im engen Dialog mit den Regionen“, so Anna Fritsch, Projektleiterin bei Qair.

Nächste Projektphasen - Erweiterungsfläche Helgenwald

Zum aktuellen Zeitpunkt werden die eingereichten Antragsunterlagen vervollständigt. Im Anschluss daran erfolgt das Beteiligungsverfahren über die Verfahrungsführung beim Regierungspräsidium Gießen. Im Rahmen dessen werden die Träger öffentlicher Belange, wie Kommunen vor Ort, am Verfahren beteiligt. Der Abschluss des Verfahrens und die Genehmigung erwarten Qair und Koehler Renewable Energy noch in diesem Jahr.

Nächste Projektphasen – Höhlerberg

Am Höhlerberg fanden zuletzt die bauvorbereitenden Maßnahmen statt, im Anschluss startet Mitte März 2026 der Erdbau. Dabei werden der Oberboden abgetragen, die Fundamentgruben vorbereitet sowie die Zuwegung für Transporte und Anlieferungen angelegt. Diese Arbeiten werden eng durch ökologische wie bodenkundliche Bauüberwachung begleitet.

Mit der Fertigstellung von Erdbau und Zuwegung werden die Voraussetzungen für die weiteren Bauphasen geschaffen. Ab August 2026 folgt der Bau der Kabeltrasse, der rund 60 Tage in Anspruch nimmt und Ende Oktober 2026 abgeschlossen sein wird.
Parallel zum Tiefbau beginnt ab Ende Juni 2026 der Fundamentbau für die beiden Windenergieanlagen des Typs Nordex N163. Der Turmbau ist für Anfang November 2026 vorgesehen. Die Anlieferung der Großkomponenten erfolgt im Februar 2027. Ab Mitte März 2027 starten die Montagearbeiten, die etwa zwei Monate dauern. Die Inbetriebnahme ist gestaffelt geplant: Die erste Anlage soll im April 2027 ans Netz gehen, die zweite im Mai 2027.

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