Windpark Höhlerberg: Startschuss für die bauvorbereitenden Maßnahmen
Der Windpark Höhlerberg ist ein Gemeinschaftsprojekt von Koehler Renewable Energy und Qair Deutschland. Die Bauvorbereitungen laufen planmäßig. Seit Ende Oktober finden auf den vorgesehenen Flächen im Vorranggebiet VRG 4117 zwischen Lich und Fernwald die ersten Vorbereitungen zur Rodung statt. Zu Beginn wurden die Baufelder vermessen und ausgepflockt. Zudem wurde bereits ein Hordengatter installiert, welches die Rodungsbereiche abgrenzt und unbefugte Eingriffe verhindert. Nun folgen Anfang Dezember die Rodungsarbeiten, die voraussichtlich bis Ende Februar 2026 andauern. Sowohl die Vorbereitungen als auch die Rodungsmaßnahmen werden durch erfahrene Gutachterbüros im Rahmen einer ökologischen und bodenkundlichen Baubegleitung betreut. Nach Abschluss der Rodungsarbeiten ist der Start des Zuwegungsbaus für das Frühjahr 2026 vorgesehen. Anschließend folgen die weiteren Bauphasen bis zur Errichtung der beiden Windenergieanlagen. Die Inbetriebnahme der Windenergieanlagen ist für April/Mai 2027 geplant.
„Mit der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung des Regierungspräsidiums Gießen im März 2023 fiel der offizielle Startschuss für unser Projekt – ein Moment, auf den wir bereits 5 Jahre hingearbeitet hatten“, erinnert sich Nicolas Christoph, Bereichsleiter Windkraft, Solar, Hydro & Business Development bei Koehler Renewable Energy. „Der nun beginnende Bau ist ein bedeutender Meilenstein, dem jedoch ein intensiver, mehrjähriger Prozess vorausging, geprägt von detaillierten Planungen, zahlreichen Abstimmungen und einer Vielzahl an Fachgutachten. Umso erfüllender ist es für uns, dass die ersten Arbeiten auf der Fläche starten und das Projekt endlich sichtbar Gestalt annimmt.“ Weiterhin stellt Simon Ruckinski, Geschäftsführer von Qair Deutschland heraus: „Eine erfolgreiche Genehmigung ist das Ergebnis guter Zusammenarbeit. Die enge Abstimmung mit den verantwortlichen Behörden sowie die Unterstützung der Gemeinden Fernwald und Pohlheim und der Stadt Lich waren für uns entscheidend. Wir bedanken uns herzlich für das Vertrauen und den partnerschaftlichen Austausch im gesamten Planungsprozess und blicken mit Vorfreude auf die Bauphase.“
Wichtiger Beitrag zur regionalen Energiewende
Mit dem Windpark Höhlerberg entsteht ein wichtiger Baustein der regionalen Energiewende. Die beiden Anlagen liefern künftig 11,4 MW Leistung und rund 28.000 MWh klimafreundlichen Strom pro Jahr – genug, um den durchschnittlichen Strombedarf von etwa 7.000 Vier-Personen-Haushalten in Deutschland zu decken.
Gleichzeitig wird der Standort strategisch weiterentwickelt: Da bislang nur rund ein Drittel der Vorrangfläche genutzt wird, wurden im Juni 2025 die Antragsunterlagen für das Windparkprojekt Helgenwald mit bis zu vier zusätzlichen Anlagen und insgesamt 27 Megawatt Leistung eingereicht. So wächst das Gebiet Schritt für Schritt zu einem zentralen Standort für erneuerbare Energie in der Region heran, begleitet von umfassenden Natur- und Artenschutzmaßnahmen.